Die Speilzieher vom Wörthersee haben Saison

Klagenfurt hat nicht nur eines der schönsten, sondern auch eines der größten Binnenseebäder Europas. Bis zu 13.000 Gäste können hier gleichzeitig Abkühlung im Wörthersee finden. Für verletzte Badegäste ist die kleine Ambulanz im Strandbad Klagenfurt die erste Anlaufstelle. Wir besuchten einen Strandbad-Sanitäter vom Roten Kreuz.

Philip Fischer steht vor der kleinen, aber gut ausgestatteten Strandbadambulanz schräg gegenüber vom Bootsverleih.

Gepflegter Vollbart, sonniges Gemüt, durchaus als Ensemblemitglied einer Hospital-Serie vorstellbar. Einmal pro Woche ist er im Dienst. Von 10:00 bis 19:00 Uhr, manchmal auch länger. Freiwillig, weil er es als seine Berufung betrachtet, Menschen zu helfen. Philip ist seit 2013 beim Roten Kreuz und seit 2014 in der Strandbadambulanz tätig. Selbstverständlich hat er auch seinen Zivildienst als Sanitäter geleistet, im Rettungsdienst. Später will er in Graz Medizin studieren.

In der Regel beschränken sich seine Strandbadeinsätze auf die Versorgung von Schnitt- und Schürfwunden, auf die Behandlung von Hitzeschlag und Sonnenstich und: auf das Entfernen von Lärchenfragmenten der drei großen Badebrücken aus den Füßen der Badegäste.

„An einem gut besuchten Tag hab ich schon an die zehn Speile entfernt“, sagt Philip und fügt schmunzelnd hinzu: „bei dem einen oder anderen Gast auch zwei Mal.“

Dabei darf die durch einen eingezogenen Speil verursachte Verletzung keinesfalls unterschätzt werden. Auch nach der Entfernung kann es zu Infektionen und anderen Reaktionen kommen. Die Patienten werden diesbezüglich vom Sanitäter informiert und ersucht, die Wunde zu beobachten und gegebenenfalls einen Arzt zu kontaktieren.

Anschließend unterschreiben sie ein knapp gehaltenes Protokoll. Anhand dieser Protokolle lassen sich exakte Zahlen eruieren. Von den insgesamt 2542 Versorgungen der letzten drei Jahre widmeten sich 626 der Entfernung von Speilen. Also gut jeder vierte Patient, der die Ambulanz betritt, tut dies mit Holz im Fuß.

Die überwiegende Mehrheit der Patientenkontakte wird von Freundlichkeit begleitet, nur selten sieht sich Philip mit Unmut konfrontiert, der meistens dann auftritt, wenn er gewissen Wünschen nicht entsprechen kann.

Was ein Sanitäter darf und was er nicht darf, ist streng geregelt. So ist es ihm nicht gestattet, Medikamente auszugeben und das Leiden eines von Kopfweh geplagten Badegastes mit einem Pulverchen zu besänftigen.

Auch schwerwiegendere Verletzungen dürfen von ihm nicht behandelt werden. Ein Arzt wird bereitgestellt, wenn die Besucherzahl die 800er Marke knackt. Natürlich kann es im Zuge eines Badeunfalls erforderlich sein, lebensrettende Maßnahmen zu setzen und in Zusammenarbeit mit der Wasserrettung eine Reanimation vorzunehmen. Auch hierbei ist es Philips Priorität, die Rettungskette in Bewegung zu setzen.

Nervös betritt die kleine Livia in Begleitung ihrer Mutter und mit einem Speil in ihrem Füßchen die Ambulanz. „Wird es wehtun?“, fragt sie vorsichtig. „Entweder ein ganz, ganz klein wenig oder überhaupt nicht“, antwortet ihr Philip mit einem beruhigendem Lächeln. Routiniert und schmerzfrei kann der Sanitäter den Speil aus Livias Fuß entfernen. Minuten später planscht sie schon wieder im Wasser.

Ein eingezogener Speil darf
nicht unterschätzt werden

Sanitäter Philip Fischer hilft Speilopfer Livia

Der Speilzieher vom Wörthersee: Sanitäter Philip Fischer befreit die kleine Livia von dem unliebsamen Holzstückchen.

Julia Schellander und Manuel Möderndorfer bei einer Einsatzübung

Philips Kollegen Julia Schellander und Manuel Möderndorfer bei einer Einsatzübung neben dem Bootsverleih. Auch wenn es zum Glück viele ruhige Tage in der Strandbadambulanz gibt, müssen die Sanitäter jederzeit einsatzbereit sein.

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2018-10-22T17:32:18+02:00